Oppenhausen: Piraten entern Narrhalla

Oppenhausen - Die Stimmungskapelle Los Quador heizte Publikum kräftig ein, als pünktlich um 20.11 Uhr der Elferrat unter den Klängen des Narrhallamarsches einzog. Sitzungspräsident Jürgen Poersch eröffnete die Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft Niederkirchspiel. Die Cheerleader, betreut von Daniela Mallmann und Lisa Röhrig, zeigten mit ihren rot-weißen Ponfons ihr Talent.

  • Bildergalerie | Karneval in Oppenhausen -

Eskortiert von Ranzengarde, Hofmarschall, Prinzengarde und einer Horde „Wiesensiggelcha“ im grünen Outfit wurden Prinz Jürgen III. und Prinzessin Pia I. von den „schwimmenden Wiesensiggelcha“ frenetisch begrüßt. Zu Ehren des Prinzenpaares salutierte die Ranzengarde auf Kommando von Hermann Noe und beteuerte ihre Treue zum Prinzenpaar.

„Mir sen hier dahaam“ konstatierte das Gitarrentrio Günter Firmenich, Peter Stoffel und Hubert Gipp. Als sie am Ende die Oppenhäuser Nationalhymne „Oppenhausen ist das Stärkste auf der großen weiten Welt“ anstimmten, stand das Publikum auf den Stühlen. Lena Blatt und Christian Satony legten einen von Trainerin Jessica Bergmann einstudierten gardistischen Paartanz aufs Parkett. Die Oppenhausener Dorfmöhnen flanierten als Putzmodels für Prominente über den Catwalk.

Die 1. Formation der rot-weißen KGN-Garde präsentierte unter der Leitung von Sabrina Lubischer und Linn Bersch einen zackigen Gardetanz und noch einen Showtanz, in dem die Mädels das Publikum in den Tanzrhythmus mit einbezog.

Tobias Ibald und seine sprechende Puppe Paul lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch in dem Paul meist das letzte Wort behielt. Als die Bordansage eines Großraumflugzeuges erklang, wurden Urlaubsgefühle geweckt. Zu den bekannten Melodien „Über den Wolken – Ab in den Süden – Der Sonne entgegen“ vollbrachte das von Bianca Schink und Linn Bersch neu formierte Männerballett, verkleidet als Piloten und Hostessen, eine Punktlandung. Nach der Pause enterte die Tanzgruppe Ü 30 als Piraten verkleidet das KGN-Narrenschiff. Für die hervorragende Choreografie zeichneten die mittanzenden Trainerinnen Bianca Schink und Steffi Blatt verantwortlich. Ein Punk (Angie Könen), ein FC-Köln-Fan (Tanja Röhrig) und eine Securitesse (Sabine Paffhausen) unterhielten sich über teilweise bekannte, aber auch über weniger bekannte Ereignisse des vergangenen Jahres.
Der frivole Troubadour (Conny Schnorbach) gab, musikalisch hervorragend vorgetragen, in seiner bekannt „schlüpfrigen“ Art, nicht ganz ernstzunehmende Ratschläge zur Überwindung bekannter Eheprobleme, bevor mit bekannten Karnevalsschlagern das Publikum zum Mitmachen animierte.

15 Nachwuchsgardistinnen füllten nahezu die gesamte Bühne aus, als sie mit ihrem absolut synchron vorgetragenen Formationstanz aufwarteten. Die Freude stand ihnen und Betreuerin Jessica Bergmann ins Gesicht geschrieben, als das sachverständige Publikum dieser Leistung mit lang anhaltendem Beifall die verdiente Anerkennung zollte. Wieder mal eine urkomische Vorstellung gab Gastredner Julius Schweisthal. Seine unnachahmliche Gestik und Mimik forderten bereits Lachsalven heraus, ohne dass er auch nur ein Wort gesprochen hat.

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