Wild-West-Figuren, zündende Melodien und flotte Tanzeinlagen

Rüdesheim - Jetzt ist es zumindest bei den Narren des Rüdesheimer Freizeitclubs amtlich: Der Wilde Westen beginnt nicht nur hinter Hamburg, sondern auch gleich hinter Rüdesheim.

  • Die Rüdesheimer Showtanz-Gruppen-Leiterinnen Sabine Ziolkowski und Yvonne von Bohr-Ginz (Mitte) sind seit vielen Jahren Garanten für hervorragende Tanzdarbietungen in der Rüdesheimer RFC-Fastnacht. Beide haben den Showtanz hier von der Pike auf erlernt.

    (Foto: Pätzer)

Mit zündenden Melodien holten die „Ellerbach-Cowboys“ mit Wild-West-Figuren aus Literatur und Fernsehen das Lasso raus und feuerten eine Lachsalve nach der anderen in die voll besetzte Rosengartenhalle. Das originalgetreu kostümierte Publikum dankte mit donnerndem Applaus und mehreren Raketen.

Protokoller Helmut Höling hielt sich an die Devise des seit Jahren amtierenden Präsidenten Hannes Wachlinger: „Ein jeder kehre vor der eigenen Tür!“ In wohlgesetzten Reimen erinnerte er an die ereignisreiche Weltpolitik 2010, ließ aber auch die kleinen Ereignisse in der unmittelbaren Nachbarschaft nicht aus.

Solchen Themen, die das Leben erst richtig lebenswert machen, konnten sich auch das Rüdesheimer „Engelchen“ Tanja Köller und ihr Gegenpart, das „Teufelchen“ Judith Brosche, nicht verschließen. Mit „Geschichtchen“ aus dem Dorfleben deckten sie unter den brüllenden Lachern bisher Unbekanntes auf. Unter anderem war da von einem künftigen Seniorenheim die Rede, dem die Damen der „Ellerbach-Quetschen“ in ihrer feurigen Revue-Show ein fast vergessenes Leben einhauchten.

Vom Männerballett unter der Leitung von Annette Wachlinger und Heike Moch gab es in einer „Fußballnachlese der WM“ eine Hommage an die deutsche WM-Mannschaft der Damen, der man den Titel wünschte.

Reinhold Eckart hielt seine „Lachkapp“ mit allerlei treffsicherem Kokolores in Ehren, Gerd Emerich dröselte den Lebensweg eines jungen Mannes aus närrischer Sicht auf und zeigte sich nicht zuletzt im „25-Jahre-Rap“ des Rüdesheimer Freizeitclubs als stimmgewaltiger Barde.

Mit seinen haarsträubenden und Zwerchfell erschütternden Erlebnissen in den USA und bei Präsident Obama punktete der nur seinen Weinbergen und Stückfässern verpflichtete „Wallhäuser“ Jochen Merz beim Publikum. „Aushilfskellner“ Edgar Bäder erzeugte mit bestechenden Kalauern im Saal eine Lachsalve nach der anderen und erhielt dafür eine „Rakete“.

Umrahmt wurden die Vorträge mit flotten Tanzdarbietungen der blau-weißen Gardemädchen (Leitung: Yvonne von Bohr-Ginz und Katharina Dietz) und der wettbewerbserfahrenen Showtanzgruppe des TSV Rüdesheim „Lapisnation“ unter der Choreografie von Sabine Ziolkowski. Sie ist auch aktiv in der Vorgängergruppe „Lapislazuli“, die mit einigen Revueteilen aus „A Chorus Line“ das Publikum in ihren Bann zog. upr

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