Seemöwen haben Medizin im Angebot

Güls - Für selbst gemachten, urigen Karneval, der keine eingekauften Stars braucht, dafür stehen die Gülser Seemöwen seit vielen Jahren. Auch mit ihrer jüngsten Sitzung in der Turnhalle des TV Güls setzten die närrischen Frauen von der Mosel diese lobenswerte Tradition fort.

  • Die Möhnen präsentierten das Krankenhaus der Zukunft – eingerichtet wie ein Supermarkt.

    (Foto: pka)

Besonders witzig sind die Sketche, die an Hallervorden erinnern. In diesem Jahr stellten die Seemöwen beispielsweise das Krankenhaus der Zukunft vor - alle Leistungen werden sofort bar abgerechnet, und ein Ausrufer verkündet stets, was im Angebot ist, beispielsweise Kaiserschnittgeburten oder Bluttransfusionen.

Traditionell in Güls sehr stark ist auch der Tanz. So präsentierte die von Sonja Knorr und Deborah von Paul trainierte Showtanzgruppe in glitzernden Kostümen atemberaubende Hebefiguren zu den Klängen verschiedener Rockklassiker. Die von Anna Carina Müller trainierte Tanzgruppe "Auslese" hingegen verwandelte sich auf der Bühne von braven Nonnen in Teufelchen. Und auch für den Nachwuchs ist bestens gesorgt, wie sowohl die Jugendgruppe (Trainerin: Deborah von Paul) als auch die Möhnensternchen (Nicole Kirschner) und die Sternschnuppen (Sonja Knorr) zeigten. Neben dem glanzvollen Showtanz wird bei den Gülser Seemöwen auch der Gardetanz, eingeübt von Rainer Niederprümm, vortrefflich gepflegt. Und als Solomariechen glänzte in der Sitzung Anna Carina Müller.

Beliebt ist bei den Seemöwen darüber hinaus auch das Zwiegespräch, das Anita Schmidt und Anne Kappaun ebenso wie Eileen Sattler und Anita Kirschner hielten. Dass die deutsche Sprache hingegen ihre Tücken hat, nahm Sonja Knorr aufs Korn, während Gitti Knipp sich den Malaisen des Alters zuwandte und Myriam Annabell Kirschner in die Rolle eines Arztes schlüpfte.

Abgerundet wurde die vortreffliche Sitzung von der Damengruppe "6 aus Güls" (Jutta Heinz Günther, Hiltrud Rotthoff, Carmen Colling, Annelore und Tanja Schmidt sowie Elfriede Burdack), die das Thema Urlaub glossierten.

Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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