Rheinböllen - Die bevorstehende Olympiade 2012 inspirierte die Rheinböller Stadtnarren zum Motto „Rheinböllen eröffnet die Narrenolympiade, willkommen bei der RCV Spaßparade“.
Der verstärkte Elferrat in seiner Zweitfunktion als Männerchor begrüßte das närrische Publikum im Kulturhaus. Sogleich sprang von den Gastgebern ein zündender Stimmungsfunke auf's Publikum über, der im Verlauf der Show aus Tanz, Gesang und Sport ein wahres Stimmungsfeuerwerk entstehen ließ. Die Mädels der Jugendtanzformation Peanuts unter Isabel Hawig begeisterten mit ihren Vorführungen. Heiteren Putzfrauentratsch mit eindeutig zweideutigem Inhalt boten Lizi und Andrea. Lisa Walter und Nina Zynda bildeten die seltene Formation eines „Funkenduos“ und überzeugten mit ihrer Tanzvorführung. Die Zepterträger der fünften Jahreszeit, das Jugendprinzenpaar Vanessa I. (Berz) und Julian I. (Michaelis) und das Prinzenpaar Andrea II. und Friedel I. huldigten ihre närrischen Untertanen. Ein wahrlich olympisches Feuer entfachten die Sportler vom TuS Rheinböllen mit ihren akrobatischen Übungen am Schwebebalken und im Bodenturnen.
Als der genervte Wintersportler Kai Baumgarten unter den Klängen „Scheeflöckchen, weiß Röckchen“ einlief, wurde es wieder närrisch. Seine geschilderten Reiserlebnisse in die Skiregion wirkten abschreckend. Schlechtes Essen, unverschämte Preise, abenteuerliche Liftfahrten, unverständlicher Dialekt und chaotischen Zustände beim Apres Ski, die ihn an die Dichtelbacher Kerb erinnerten, haben ihn kuriert.
Die Mädels der „Blauen Funken“ lieferten mit ihrem Medley ein tänzerisches Glanzlicht. Martin Piras sechs „Steckeklobber“, eine Trommlerformation mit Nachwuchssorgen, veränderten die Geräuschkulisse im KiR bemerkenswert, aber keineswegs unangenehm. Elke Dresslers 14 Möhnen erwiesen sich mit ihren Auftritten als Stimmungskanonen. Verführerisch tänzerisch zeigten sich die 13 Damen der Formation „Devil Star Dancers“ von Sara Anders, bevor es erneut verbale Hausmannskost mit originellen Handwerkersprüchen von Stefan Herrmann gab.
Die Dresslers zitierten aus der Bierzeitung die aktuellen Rheinböller Sündenfälle von der abgesoffenen Sporthalle über eine nachträglichen Ordensverleihung bis zum Bordellbrand.
Frauenfußball verkörperten die dreizehn Mädels der „RCV Blue Generation“-Tanzgruppe. Ein Augenschmaus unter Leitung von Sonja Durinic. Bevor Willi Bohn als der „italienische Knaller aus dem Biebertal“ die Zustände im Euroland auf Italo-Deutsch beschrieb, und seine Spartricks verriet, wurde es auf der Bühne bunt. Als Gäste waren die Prinzenpaare aus Simmern, Dichtelbach, Biebertal und erstmals aus Rhaunen mit Gefolge zu Gast. Zwanzig Jahre „Flashlights“ mit Trainerin Pia Adam galt es zu feiern. Ihre traumhaft anmutige Aufführung war ein würdiger Geburtstagstanz, wofür sie tosenden Beifall empfingen.
Elf echte Kerle, ein jeder eine Perle, eroberten danach die Bühnenbretter und entpuppten sich in ihren rosa Kostümen als talentierte Grazien. Mit einem großen Finale aller Mitwirkenden endete gegen Mitternacht eine wunderbare Fastnachtsitzung. Dieter Böhm