Raasber Möhnenclub ließ die Stadthalle in den Grundfesten erbeben

Ransbach-Baumbach - Der Raasber Möhnenclub hatte in die Stadthalle Ransbach-Baumbach zur Rot-Weißen Möhnenfassenacht eingeladen. Rund 200 Besucher waren diesem Ruf gefolgt und erlebten einen karnevalistisch abwechslungsreichen Abend.

  • Die Schlussshow gehörte ganz den schön anzusehenden Piratinnen. Foto: Ulrich Mickley

    (Foto: Ulrich Mickley)

Die begeisterten Reaktionen des Publikums waren ziemlich eindeutig: Die Höhepunkte der Möhnenkappensitzung waren die tanzenden Mädchen und Frauen. Sowohl in der Mittelshow vor der Pause als auch in der Schlussshow boten sie rhythmischen Augenschmaus. In der traditionellen Mittelshow waren die Themen Sommer, Sonne, Urlaub in der Karibik. Im Laufe der Darbietung tanzten gefühlte 100 Frauen und Mädchen auf der Bühne und sorgten für hervorragende Stimmung. Tatsächlich waren es 37, die unter der Leitung von Heike Mannech, Tamara Steudter, Bianca Grevenich und Kristina La Rocca beste Unterhaltung boten. Ähnlich war es bei der Schlussshow: weniger Tänzerinnen, aber genauso mitreißend, als Piraten und Soldaten verkleidet und mit einer Liebesbotschaft.

Das waren nicht die einzigen Tanzeinlagen. Die Garde Rot-Weiß sind sieben junge Frauen, die wissen, wie man publikumswirksam die Beine schwingt. Die Solomariechen Kristina La Rocca und Christine Roos zeigten junge Akrobatik und Eleganz. Aber auch das Männerballett kam richtig gut an. Fünf echte Cowboys und zwei falsche Saloonfrauen zeigten, was sie drauf haben. Professionelle Musik mit Gesang boten De Spetzbove aus Köln. Das Duo ist seit Jahren Teilnehmer der närrischen Hitparade beim WDR und zum dritten Mal in Ransbach-Baumbach.

Hinter den Profis brauchten sich die UPSen aber keinesfalls zu verstecken. Die sieben Frauen aus dem Möhnenclub regten erfolgreich zum Mitsingen an. Als wahre Einpeitscherin vor der Schlussshow erwies sich Karin Greinert mit dem Lied "Amanda, nimm die Hand da weg". Insgesamt fünf Büttenreden beziehungsweise Sketche trugen die Akteure vor. Karin Greinert zog, wie soll es bei den Möhnen anders sein, hauptsächlich über die Männerwelt her. Hans Schilling war Harri Hirsch, der rasende Reporter der Westerwälder Wochenblätter, mit einem Jahresrückblick. Stephanie Ramroth argumentierte, warum sie ihre alten Tage auf einem Kreuzfahrtschiff und nicht im Altenheim verbringen wird. Witzig war auch ihr Auftritt als Eva im Paradies, bevor Adam erschaffen wurde. Sie unterhielt sich mit Gott, der nur zu hören war. Die überraschende Pointe kam von Gott: "Das wird unser Geheimnis bleiben. Du weißt schon, - so von Frau zu Frau." Gottes Stimme kam von Barbara Schilling-Novak, die auch an einem Zwiegespräch auf der Bühne teilnahm. Zusammen mit Heike Seidel stellten sie ein Bewerbungsgespräch bei einer erotischen Telefonhotline nach. Saukomisch mit etlichen Lachern als Belohnung.

Sehr karnevalistisch kam die Veranstaltung daher. Dazu trug vor allem die routinierte Moderation der Vorsitzenden Barbara Schilling-Novak bei. Immer wieder ließ sie verbal die dreistufige Rakete zünden und rief zu "Raasbisch-Boombisch helau" auf. Ihr Übriges taten der Auftritt der Obermöhn Karin II. "La bella vita" sowie die Besuche der Karnevalsfreunde mit Rose I. aus der Pfalz und der Obermöhn Brigitte II. aus Nauort.

Von unserem Mitarbeiter Ulrich Mickley

Drucken E-Mail Share
0 Kommentare
0 Posts
0 Tweets
Retweet

Artikel

0 Kommentare
0 Posts
0 Tweets
Retweet
+ Textgröße -
Drucken
E-Mail Share
Share on Facebook Facebook
Share on MySpace Myspace
Share on Delicious MeinVZ
Share on Google Google
Share on Reddit Reddit
Share on Digg Digg
Share on Delicious Delicious
Share on Delicious Mister Wong

Artikel bewerten

0.0
0,0 (0 Stimmen)