Koblenz - Seit vielen Jahren schon eröffnet das Närrische Corps (NC) Blau-Weiß Niederberg nach der Inthronisation den Sitzungskarneval in Koblenz.
Dass das NC für diese Rolle bestens gerüstet ist, bewies es nachdrücklich während einer exzellenten Prunksitzung, die Vorfreude auf die kommenden Wochen machte. Pointiert und gewohnt souverän führte Sitzungspräsident Bernd Müller durch den närrischen Abend.
Das NC präsentierte eine gelungene Mischung aus Tanz, Büttenreden und Comedy-Beiträgen. Die Niederberger sind in der glücklichen Lage, auf einige altbewährte Kräfte zurückgreifen zu können. So glossierte Jürgen Frensch als Protokoller abermals äußerst spitzzüngig die Politik der vergangenen zwölf Monate. Ins närrische Visier nahm er nicht nur die Geschehnisse im fernen Berlin, sondern auch die Lage im Schatten des Deutschen Ecks, die trotz Buga-Glanz keineswegs nur strahlend war. Andere Lokalmatadore der Kowelenzer Faasenacht wussten ebenfalls wieder zu glänzen. So nahm das Niederberger Frauenquartett Die Mauerblümchen nicht nur erneut die Männerwelt gekonnt aufs Korn, sondern auch die eigenen Wehwehchen, die sich einschleichen, wenn man die Jugendjahre hinter sich gelassen hat. Vladi Elsner stieg nicht nur in seiner Paraderolle als Clown Felix, sondern auch mit seiner Enkelin Lisa Scherf in die Bütt. Die beiden gaben ein herzerfrischendes Duo, wobei Elsner treffend den Großvater mit einer gewissen Naivität und Güte spielte, während Lisa als freches und schlagfertiges Mädchen glänzte.
Traditionell stark ist in Niederberg auch der Tanz. Die Mädchen des NC entführten mit ihrem Showtanz nicht nur in die Welt der Eskimos, sondern glänzten auch mit ihrem klassischen Gardetanz. Die Choreografie für die beiden dynamischen Tänze stammt von Julia Fischer, die zudem auch den fulminanten Solotanz von Sina Rolim einstudiert hatte.
Von unserem Mitarbeiter Peter Karges