Kottenheimer Damensitzung ist ein voller Erfolg

Kottenheim - Die Kottenheimer Karnevalsgesellschaft (KKG) mit ihren rund 200 aktiven Eigengewächsen spielt in der ersten Fastnachtsliga und gehört zweifelsohne zu den besten Sitzungsmachern in der Region. Dies bewies die KKG am Samstagabend einmal mehr: In ihrer ersten Damensitzung servierten die Kottenheimer Karnevalisten ihren bunt kostümierten Gästen einen abwechslungsreichen Mix aus Tänzen, Büttenreden und Gesangsdarbietungen.

  • Karnevalistisches Urgestein in der Bütt: Benno Schäfer hatte als "Mister Tagesschau" einmal mehr die Lacher auf seiner Seite. Fotos: Elvira Bell

    (Foto: Elvira Bell)

Durch das Programm führten Sitzungspräsident Rudolf Weiler und Marc Bell-Schäfgen, der Vorsitzende der KKG. Das gewisse Extra verlieh der Sitzung die von Helmut Lung gefertigten Bühnenbilder. Einen wichtigen Beitrag leistete auch die Stimmungsband Pink Champagne mit ihrem musikalischen Speed. Die Gruppe wird gesanglich von Claudia Franzen und Markus Weiler unterstützt und ist bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil des Kottenheimer Saalkarnevals.

Einen ersten Glanzpunkt setzte das Kottenheimer Karnevalsurgestein Benno Schäfer, der den Reigen der Büttenreden eröffnete. Als "Mister Tagesschau" steht der Kreiswackesträger seit 48 Jahren in der Bütt und berichtet alljährlich über Neues aus der Welt. Unter anderem erinnerte Schäfer das Publikum an die drohende Absturzgefahr in Mendig. Aus Sicherheitsgründen sollen die Bürger in Niedermendig künftig mit Zipfelmützen ausgestattet werden. Schließlich hätten sich Motorradhelme bei einem Sturz in die Tiefe als absolut unbrauchbar erwiesen. "Die zerspringen ja in 1000 Teile", sagte Schäfer. Um Kosten zu sparen, fuhr Schäfer fort, werde bei den "Overmennijer Dickköpp" allerdings auf eine Tragepflicht der Zipfelmützen verzichtet. Als das Allroundtalent anschließend seinen fast 35 Jahre alten Kult-Gassenhauer "Töff, töff, töff" zum Besten gab, brodelte der Saal, und das Publikum, das lauthals mitsang, hätte den Enthusiasten am liebsten gar nicht mehr von der Bühne gelassen.

Einen absoluten Fastnachtsknüller boten auch Hein (Marc Bell-Schäfgen) und Lisbeth (Ralf Wischnowski) mit ihrem Dialog. Als plötzlich während eines urgemütlichen Fernsehabends der Strom ausfiel, schlug Hein seiner Gattin, die ihn im vergangenen Jahren als Schützenkönigin begleitet hatte, vor: "Wir können ja auch mal Fastnacht feiern."

Diesen Vorsatz setzen die beiden Karnevalisten später auf besondere Weise in die Tat um: Beim Auftritt der Prinzengarde, die mit einem hervorragenden Tanz der gemischten Garde überzeugte, enterten die beiden als "Dream-Team" Prinz Hein I. und Prinzessin Lisbeth I. die Bühne. Da Kottenheim in dieser Session von keinem Prinzen regiert wird, hatten sich die beiden Erzkarnevalisten zur Freude der Anwesenden als Prinzenpaar so richtig in Schale geschmissen und sorgten im Rampenlicht für Furore.

Auch tänzerisch hatte die Kottenheimer Damensitzung wieder einiges zu bieten. Spaß hoch zehn boten etwa die Moondancers. Die entzückenden „Französinnen“ ließen die Herzen der Männer höher schlagen und wussten unter der Leitung von Esther Kehrig mit ihrer erstklassigen Tanzdarbietung zu gefallen. Die Kulisse dazu hatte Heike Kicherer geschaffen. Und unter der Leitung von Sandra Fuchs boten 37 junge Leute im Alter zwischen 5 und 15 Jahren ihren ganz persönlichen Rummel im Dschungel. Die sichtlich begeisterten, hübsch gewandeten Urwaldbewohner und Sambatänzerinnen des Kinder- und Jugendballetts stellten einmal mehr unter Beweis, dass die Jugendarbeit im Kottenheimer Karneval großgeschrieben wird. Das zeigte im Übrigen auch der Auftritt von Marina Fuchs. Sie präsentierte mit viel jugendlichem Temperament und Bravour ihren exzellent dargebotenen Mariechentanz.

Elvira Bell

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