Mainz - Eine Ballermann-Party in der Alten Lokhalle am Fastnachtssamstag mit Jürgen Drews, dem "König von Mallorca", lässt viele Vertreter der Mainzer Narrenzunft aufschreien.
Sie empfinden es als "Etikettenschwindel", dass der Schlagersänger am 18. Februar jetzt auch in Mainz das Zepter schwingt. Und zwar deshalb, weil die Mega-Sause unter dem Begriff "Meenzer Fassenacht" steht, einem Begriff, den Altgediente mit guter alter närrischer Tradition verbinden. Und mit der hat Drews nun höchstwahrscheinlich gar nichts an der Kapp'.
Doch es gibt nicht nur kritische Stimmen, sondern auch Aktive, die eine solche Party eher gelassen sehen. Fassenacht sei ein dehnbarer Begriff, wird da ins Feld geführt. Schließlich müsse jeder nach seiner Facon feiern dürfen, sofern er niemandem auf die Füße tritt. Dass die als wilde Karnevals-Partyoase angekündigte Veranstaltung den Vereinen das Wasser abdrehen könnte, ist kein Thema. sj
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