Generalfeldmarschall Gerster für zu leicht befunden

Mainz - Er ist von stattlicher Erscheinung und hat bei der Mainzer Ranzengarde ein gewichtiges Wort mitzureden. Doch wie schwer ist Generalfeldmarschall Johannes Gerster wirklich? Wiegt er mehr als das Mainzer Prinzenpaar? Diese Frage stellten sich am Samstag Hunderte von Narren beim öffentlichen Aufwiegen auf dem Gutenbergplatz. Zunächst neigte sich die Waage bedrohlich zu Gerster hin, doch dann überlegte sie es sich noch einmal anders. Und die Waage lügt bekanntlich nicht: Das Prinzenpaar Johannes I. und Anna I. ist zusammen 14,75 Kilogramm schwerer als Gerster. Anscheinend hatte der Generalfeldmarschall vorher nicht genug Meenzer Fleischworscht gegessen.

  • Unter den Augen des Narrenvolkes und des Domsgickel ließen sich das Prinzenpaar und Generalfeldmarschall Gerster aufwiegen. Foto: Harry Braun

    (Foto: Harry Braun)

"Das war nicht so einfach", kommentierte der Sitzungspräsident der Ranzengarde, Karl-Heinz Heil, die närrische Prozedur. "Jedes Ein- und Ausatmen unseres Generalfeldmarschalls führte zu einer Gewichtsveränderung!" Für die Sieger aus dem Publikum, die die richtige Gewichtsdifferenz auf einem Stimmzettel eingetragen hatten, gab es mehrere Kisten Ranzengarde-Jubiläumswein.

Begleitet wurde das öffentliche Aufwiegen zu Ehren der 175 Jahre alten Mainzer Ranzengarde von einem närrischen Spektakel. Das Prinzenpaar wurde mit einer Kutsche gebracht, dazu spielte das Musik- und Trommlercorps der Ranzengarde. Gardebläser und Gardespatzen huldigten Johannes I. und Anna I. mit dem Lied "Hoch leb' das Prinzenpaar/ in uns'rem Jubeljahr". Anna I. wärmte sich derweil die Hände an einem Ofen, und Gerster wollte dem bei klirrender Kälte geduldig aushaltendem Publikum sogar eine Tapferkeitsmedaille verleihen.

Nicht ganz so tapfer war allerdings das Landespolizeiorchester, das wegen des Frostes seinen Auftritt abgesagt hatte. Stattdessen hatten "eure Prinzlichkeiten" (O-Ton Heil) das Wort und schmetterten ihre Jubiläumshymne "Gaudeamus igitur". Dem folgte das Stimmungslied "Wo kann's schöner sein als hier in Mainz am Rhein?" Da sangen auch die OB-Kandidaten Lukas Augustin und Claudius Moseler (beide Ranzengardisten) sowie Michael Ebling mit. Augustin tanzte sogar eine Polonaise.

Von unserem Mitarbeiter Oliver Gehrig

Drucken E-Mail Share
0 Kommentare
0 Posts
0 Tweets
Retweet

Artikel

0 Kommentare
0 Posts
0 Tweets
Retweet
+ Textgröße -
Drucken
E-Mail Share
Share on Facebook Facebook
Share on MySpace Myspace
Share on Delicious MeinVZ
Share on Google Google
Share on Reddit Reddit
Share on Digg Digg
Share on Delicious Delicious
Share on Delicious Mister Wong

Artikel bewerten

0.0
0,0 (0 Stimmen)