Bornskrug-Narren haben ihr "Wohnzimmer" zurück

Ehrenbreitstein - Die Dähler Narrenzunft Bornskrug ist zurück auf der Festung. Nach jahrlanger Abstinenz durften die Ehrenbreitsteiner Narren am Samstagabend endlich wieder ihre alte - und nun fertig sanierte - Spielstätte unter karnevalistischen Beschlag nehmen.

  • Unangefochtener Star des Abends: Marlis Weiß (rechts), die unter anderem mit einer gesanglichen Showeinlage auf den GDKE-Chef Thomas Metz (links) glänzte.

    (Foto: Annette Hoppen)

Und in der entpuppte sich vor allem einer als der absolute Star des Abends. Oder vielmehr eine. AKK-Präsident Franz-Josef Möhlich beschrieb die Dame so: "So viel Pfeffer im A ...: Hut ab." Abordnungen anderer karnevalistischer Gesellschaften dürften derweil vor Neid erblasst sein ob dieser Stimmungskanone. Und Thomas Metz, Leiter der Generaldirektion Kulturelles Erbe, damit Hausherr der Kuppelsäle, zugleich aber auch Ehrenmitglied beim Bornskrug, wird der Sitzungsabend auf der Festung dank dieser pfeffrigen Person wohl ebenfalls ziemlich lange in Erinnerung bleiben. Immerhin wurde Metz (zwar unfreiwillig, aber sichtlich amüsiert) Mittelpunkt einer kleinen Showeinlage, als die besagte weibliche Vollblutkarnevalistin mit den Liedzeilen "Ich steh auf dich!" eine Lobeshymne auf Metz anstimmte.

Um das Geheimnis aber nun zu lüften: Unangefochtener Bühnenstar des Abends war die Bornskrug-Sitzungspräsidentin selbst: Marlis Weiß rockte sprichwörtlich den Saal. Ihre gesangliche "Liebeserklärung" an Metz war dabei eines der Glanzlichter, hatte allerdings - gleich vorweg gesagt - keine zwischenmenschlichen Zwischentöne, sondern war schlicht ein "Dankeschön" an den GDKE-Chef dafür, dass dieser die Dähler Narrenzunft zurück auf die Festung gelassen hat.

Dort in den Kuppelsälen fühlt sich der Bornskrug einfach pudelwohl und heimisch, was sich über den ganzen Abend hinweg auf die Stimmung im Saal niederschlug. Die war prächtig. Fulminant. Närrisch heimelig - und von zahlreichen, mitunter sprichwörtlich fernsehreifen Bühnenauftritten gekrönt. Zu nennen wäre an dieser Stelle zuallererst sicherlich die Showtanzperformance der Gäste aus Wallersheim. "Für den Bornskrug seid ihr die Krone des Showtanzes", huldigte Weiß die Leistung der Truppe des NC Waschem, die mit winterlichem Akrobatikzauber und einer choreografischen Meisterleistung glänzte - kleine tanzende Pinguine und zauberhafte Eiskristalle inklusive.

Aber auch die Eigengewächse der Dähler Narrenzunft machten auf der Bühne eine blendende Figur, angefangen mit Steffen Weber, dem Bornskrugmännesje, das die Sitzung eröffnete. Bravourös auch: Emily Zirwes, die mit Papa Dieter einen feurigen Gardetanz aufs Parkett legte, und natürlich wenig später die Bornskrug-Garde mit ihrem klassischen Formationstanz.

Selbstverständlich kamen aber auch die Lachmuskeln nicht zu kurz. Für eine gehörige Zwerchfellmassage zeichnete beispielsweise Adi Weis verantwortlich - ein Bütten-Ass der alten Schule. Eines der neuen Schule war derweil von Güls hinauf auf den Ehrenbreitstein gekommen: Melina Möhlich, die von der Castingshow "Die AKK sucht den Super-Bütten-Star" berichtete. Vor allem, als sie die Akteure der Jury beschrieb, blieb im Saal kein Auge mehr trocken. Eines der Jurymitglieder beschrieb sie so: "Das bekannte Tanzmarie aus dem Tanzpalast vom Kulturbau vis-à-vis."

Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

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