Kirchen. Für die Jecken hat mit dem 11. 11. die Session begonnen. Auch der Karnevalsklub „De Bröhlköppe“ aus Kirchen legt los.
Gegründet wurde er im Januar 2009 in einem Partykeller im Stadtteil Brühlhof – daher kommt der Name.
„Wir sind damals inspiriert worden vom Karnevalsumzug in Wehbach“, erzählt Achim Kleinhenz (51). Aus der Idee, beim närrischen Treiben in Wehbach mitzumachen, entwickelte sich ein Karnevalsklub. Aktuell zählt er um die 15 Mitglieder. Bei der ersten Teilnahme am Wehbacher Umzug im Februar 2009 traten die „Bröhlköppe“ als Scheichs verkleidet auf. Ein Jahr später machten sie die Wirtschaftskrise zu „Pennern“. „Der Euro raubt uns den Verstand, wir leben nur vom Flaschenpfand“, lautete das Motto der Fußgruppe. Auch beim Umzug in Niederfischbach mischten die Kirchener Jecken mit – selbstverständlich auch in den kommenden närrischen Tagen.
„Wir sind noch im Anfangsstadium unserer Aktivitäten“, sagt Kleinhenz. Jeder, der Lust und Laune hat, ist bei den „Bröhlköppen“ willkommen. „Wir schubsen keinen weg“, betont Ehefrau Hannelore Kleinhenz (58) lachend. Auch Sponsoren sind gefragt.
Karneval macht einfach Spaß, sagen auch Lisa Runkel (22) und Sebastian Brenner (27). Gemeinsam wollen sie auch jetzt wieder Sitzungen in der Region besuchen. Ein einheitliches T-Shirt mit der Aufschrift „Achtung wild“ unterstreicht den Zusammenhalt. So ging es auch geschlossen zum Höhner-Konzert in die Betzdorfer Stadthalle.
Die Aktivitäten verbinden – „gute Stimmung, gute Laune“, sagt Hannelore Kleinhenz. „Es ist das Zusammensein, die Musik, einfach alles“, fügt Lisa Runkel hinzu. Dabei sind gemeinsame Unternehmungen nicht auf den Karneval beschränkt.
Sollte der Kirchener Karnevalsklub neue Mitglieder gewinnen, wollen die „Bröhlköppe“ ihre Aktivitäten ausweiten. „Vielleicht können wir dann einmal einen Motivwagen präsentieren und einen eigenen Prinzen küren“, meint Achim Kleinhenz. Die künftigen Karnevalisten sollten Ausdauer mitbringen. Denn so ein Umzug kann schon mal drei Stunden dauern. Und marschiert wird bei Wind und Wetter. Hannelore Kleinhenz sagt es in einem Reim: „Ob es stürmt oder schneit, wir sind bereit.“
Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer